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Juni 2020

nachgedacht

Gott, mein Vater

13. Juni 2020

Vor etwa 10 Jahren habe ich diese Collage (Postkarte oben) entworfen, mitten in einem Prozess, indem mir Gott als liebender Vater ganz neu begegnet ist. Mir hilft es sehr Themen, die mich gerade beschäftigen kreativ zu verarbeiten.
Vor ein paar Tagen habe ich nochmal intensiv über diesen Prozess nachgedacht und wie sehr meine Beziehung zu Gott sich seitdem verändert hat. Dabei ist dann eine neue ‚Papa-Karte‘ entstanden (unten). Diesmal mit Fineliner gezeichnet und dann digital weiter bearbeitet (vektorisiert).

„Das menschliche Herz besitzt eine unendliche Aufnahmekapazität für Glück und ein nicht enden wollendes Bedürfnis nach Liebe, weil es für einen ewigen Gott geschaffen wurde, der die unendliche Liebe ist.“ (Stacy und John Eldredge)
Dieses nicht endend wollende Bedürfnis nach Liebe können wir entweder mit Gottes Liebe füllen lassen oder wir suchen ohne langfristigen Erfolg in Partnerschaft, Freundschaften, beruflichem Erfolg, Hobbies, Sport, Essen, … wie wir dieses Loch füllen können.
Seitdem mich das Thema das erste Mal beschäftigt hat, habe ich begriffen, dass es sehr wichtig ist, dass ich dieses Bedürfnis nach Liebe immer wieder bei Gott stillen lasse. Denn darauf baut alles andere auf.

Damals hat Gott immer wieder durch unterschiedliche Situationen, Menschen, Lieder, Gebete, Predigten,… zu mir gesagt, dass er mich liebt. Ich habe sehr lange gebraucht, bis ich diese Info an mich ran gelassen habe. Ich dachte: Wenn ich eins verstanden habe, dann das.
Bis ich dann erkennen musste, dass ich mich überhaupt nicht von Gott geliebt fühlte. Gott war für mich ganz sicher da, ich konnte ihm 100% vertrauen und er war gut, daran hatte ich keinen Zweifel. Aber das ganz persönliche, dass er mich liebt, das war in meinem Herzen noch nicht angekommen.

Von einem Familientherapeuten, dessen Predigten ich hörte, konnte ich dann lernen, dass mein Bild von Gott sehr viel mit der Beziehung zu meinem leiblichen Vater zu tun hat und dass es sehr wichtig ist vor allem in dieser Beziehung nichts unvergebenes zuzulassen. Das heißt, dass ich mit Gottes Hilfe vergebe, wo Vergebung notwendig ist. „Denn im Kern braucht es dafür nur dich. Für alle, die schon länger im Prozess der Vergebung sind, ein kleiner Tipp. Sage nicht „Ich vergebe dir.“, sondern sage einfach: „Ich habe dir vergeben.“ Es macht einen riesen Unterschied, weil es dir hilft einem wirklichen Schlusspunkt zu setzen. (Daniel Schulze – Songwriter und Pastor)
Also habe ich mit Gottes Hilfe alles hervorgekramt, was die Beziehung zu meinem Vater beschwert hat und habe mich bei ihm für falsches Verhalten meinerseits entschuldigt und ihm für sein falsches Verhalten mit Gottes Hilfe vergeben. Wie oben schon erwähnt – Vergebung ist ein Prozess, bis ich das Gefühl hatte, dass jetzt wirklich nichts mehr zwischen uns steht ist eine ganze Zeit vergangen. Einfach war das nicht, doch es war (und ist es immer noch) genial, Gottes Liebe Stück für Stück, immer mehr zu begreifen und zu genießen. Es macht einen großen Unterschied im Blick auf deinen Selbstwert, wenn du dich bedingungslos geliebt weißt, außerdem hat man mit dieser Gewissheit eine Grundlage mit der alles andere im Leben eine ganz neue ‚Ordnung‘ oder ‚Wertung‘ bekommt.

Ja, ´ich bete darum,` dass ihr seine Liebe versteht, die doch weit über alles Verstehen hinausreicht, und dass ihr auf diese Weise mehr und mehr mit der ganzen Fülle des Lebens erfüllt werdet, das bei Gott zu finden ist.

die Bibel, Epheser 3:19

Auch im Umgang mit Anderen spürte ich einen großen Unterschied. Mir war es schon vorher ein Anliegen gewesen Gottes Liebe auszustrahlen und anderen weiterzugeben, das war auf einmal viel einfacher möglich und fühlte sich sehr viel authentischer an.

Wie sieht dein Bild von Gott aus? – Ist es der strafende Gott? – Der Gott der nie da ist? – Oder der, der an dir nicht interessiert ist,…?

Oder wer ist dein leiblicher Vater für dich? – eine echte Vetrauensperson? – Sowieso immer unterwegs und für dich nicht ansprechbar? – Oder doch eher der strenge, unnahbare Vater,…?

Wenn du dich angesprochen fühlst – Lass dich ermutigen die Sache anzugehen! Es lohnt sich!
Vielleicht hilft dir ein ‚Arbeitsblatt‘, das ich mal entworfen habe, als ich für junge Erwachsene zum Thema referieren durfte.

Wir sind doch Kinder Gottes geworden und dürfen ihn »Papa« (Abba Vater) rufen.

Die Bibel, Römer 8:15b
DIY-Anleitungen Upcycling

Makramee Windlicht

6. Juni 2020

Jetzt ist die Zeit, in der man an lauen Abenden noch stundenlang draußen sitzen kann, mit Freunden bei einem Gläschen Wein… im Garten oder auf dem Balkon. An solchen Abenden ist die richtige Deko nicht nur Nebensache. Ich mag es gemütlich und schön. Windlichter aus geknüpfter Wolle zaubern eine super schöne Atmosphäre. Und das Tolle daran: sie lassen sich aus leeren Gläsern und Wollresten herstellen, also pures Upcycling.

Du findest hier die Anleitung für ein einfacheres und schnell gemachtes Windlicht und für ein etwas aufwändigeres.


Einfaches Makramee Windlicht

Du brauchst:
  • ein leeres Glas (Gurkenglas, Joghurtglas,…)
  • Garnreste oder Wollreste aus Baumwolle etwa 2-3mm Durchmesser
  • eine Schere
  • ein Maßband
  • Heißklebepistole (oder Alleskleber)

1. Garn schneiden & vorbereiten – Zerst schneidest du ein Stück Garn, das den Umfang von deinem Glas + 20cm hat. Dann schneidest du 10 Stücke von 80cm ab (das reicht gut für ein Gurkenglas mit der Höhe von 13cm), faltest diese in der Mitte und befestigst sie mit einem Ankerstich (Foto oben rechts) am Trägergarn (Foto links). Die 10 befestigten Stücke ordnest du so an, dass dazwischen ein regelmäßiger Abstand entsteht und bindest sie um das Glas. Mit einem Knoten befestigen (Foto unten).

2. Knüpfen – Jetzt knüpfst du einmal die Reihe herum mit immer 4 Fäden den Kreuzknoten (einmal von links einmal von rechts) im Abstand von ca. 2,5cm vom Glasrand entfernt (Foto unten).
Für die nächste Reihe nimmst du 2 Fäden vom drüber liegenden linken Knoten und zwei Fäden vom drüber liegenden rechten Knoten und knotest wieder mit etwa 2,5cm Abstand nach oben einen Kreuzknoten reihum, sodass ein möglichst gleichmäßiges Netz entsteht.
So weiter knoten bis du unten angekommen bist und das Netz sich komplett um das Glas herumlegt.

3. Garnenden festkleben und kürzen – zum Schluss ziehst du alles nach unten, dass das Netz gut am Glas sitzt und fixierst diese am Glasboden mit Heißkleber. Dann schneidest du den Garn ab (Foto unten).
Damit auch der Anfang der Knoten zu Rest passt, kannst du immer zwei Knoten oben am Trägergarn zusammenschieben.

FERTIG!


Magramee Windlicht II

Du brauchst:
  • ein leeres Glas (z.B. Joghurtglas)
  • Garn oder Wolle aus Baumwolle, 2mm Durchmesser
  • eine Schere
  • ein Maßband
  • ein Glätteisen und einen Kamm (optional)

1. Garn schneiden – Du benötigst ein Trägergarn, das den Umfang deines Glases + etwa 20cm hat. Außerdem 32 Stücke jeweils 1m lang, doppelt genommen also 0,50m.
2. Knüpfen vorbereiten – Du beginnst damit, ein Hauptgarn/Trägergarn (doppelt genommen) irgendwo zu spannen, sodass du gut arbeiten kannst. Ich habe das Garn an einer Stuhllehne befestigt (Foto unten). Dann befestigst du die 32 Stränge mit einem Ankerstich am Trägergarn.

3. Garne am Glas befestigen – Jetzt befestigst du das Trägergarn oben am Glasrand und knotest es mit einem Knoten fest.
4. Knüpfen
Reihe 1 & 2: Du machst du einen Kreuzknoten (einmal von links einmal von rechts) komplett eine Reihe durch, dann versetzt eine zweite Reihe Kreuzknoten (Foto unten). Um dabei ein schönes Lochmuster zu erhalten immer die beiden mittleren Stränge bei jedem Kreuzknoten nochmal fest ziehen.

Dreiecke knüpfen – Für Reihe 3ff teilst du deine Stränge in jeweils 8 Paare auf (Foto unten) und legst alle (3x 8 Paare) bis auf 1x 8 Paare zur Seite. Damit knüpfst du zuerst 4x den Kreuzknoten, dann legst du rechts und links 2 Stränge zur Seite und knüpfst 3x den Kreuzknoten, dann legst du wieder 2 Stränge rechts und links zur Seite… und so weiter, bis du unten an der Spitze des Dreiecks angekommen bist und den letzten Kreuzknoten gemacht hast. So gehst du mit allen 8 Paaren vor, dann hast du vier Dreiecke (Foto unten rechts).

Dreiecke einrahmen – Mit dem Rippenknoten rahmst du jetzt die Dreiecke doppelt ein. Dazu nimmst du dir vom ersten Dreieck wieder die 8 Paare. Du beginnst an der linken Seite mit dem Faden der ganz links liegt (Foto unten) und knüpfst so vier Paare bis zur unteren Mitte durch. Dann von rechts das Gleiche (Foto unten rechts). Zum Schließen an der Dreieckspitze nimmst du den letzten Faden von der linken Seite und machst nochmal einen Rippenknoten. Das Gleiche wiederholst du noch ein weiteres Mal (Fotos unten).

Dreiecke ‚verbinden‘ – Zwischen den Dreiecken ist jetzt ein Loch entstanden. Dieses schließt du mit einem Kreuzknoten (Foto unten). Die Dreiecke kannst du auch unten nochmal mit einem Kreuzknoten ‚abschließen‘ (Foto unten rechts).

Fäden kürzen und bearbeiten – Jetzt bist du mit dem Knüpfen fertig und kannst die Fäden unten gleichmäßig abscheiden. Ich habe sie alle noch auf gedröselt, gekämmt und mit dem Glätteisen geglättet. Das muss man aber nicht unbedingt. Ich finde das macht das Ganze noch etwas filigraner. Nach dem Glätten nocheinmal unten gerade schneiden.

FERTIG!