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DIY-Anleitungen Upcycling

Makramee Windlicht

6. Juni 2020

Jetzt ist die Zeit, in der man an lauen Abenden noch stundenlang draußen sitzen kann, mit Freunden bei einem Gläschen Wein… im Garten oder auf dem Balkon. An solchen Abenden ist die richtige Deko nicht nur Nebensache. Ich mag es gemütlich und schön. Windlichter aus geknüpfter Wolle zaubern eine super schöne Atmosphäre. Und das Tolle daran: sie lassen sich aus leeren Gläsern und Wollresten herstellen, also pures Upcycling.

Du findest hier die Anleitung für ein einfacheres und schnell gemachtes Windlicht und für ein etwas aufwändigeres.


Einfaches Makramee Windlicht

Du brauchst:
  • ein leeres Glas (Gurkenglas, Joghurtglas,…)
  • Garnreste oder Wollreste aus Baumwolle etwa 2-3mm Durchmesser
  • eine Schere
  • ein Maßband
  • Heißklebepistole (oder Alleskleber)

1. Garn schneiden & vorbereiten – Zerst schneidest du ein Stück Garn, das den Umfang von deinem Glas + 20cm hat. Dann schneidest du 10 Stücke von 80cm ab (das reicht gut für ein Gurkenglas mit der Höhe von 13cm), faltest diese in der Mitte und befestigst sie mit einem Ankerstich (Foto oben rechts) am Trägergarn (Foto links). Die 10 befestigten Stücke ordnest du so an, dass dazwischen ein regelmäßiger Abstand entsteht und bindest sie um das Glas. Mit einem Knoten befestigen (Foto unten).

2. Knüpfen – Jetzt knüpfst du einmal die Reihe herum mit immer 4 Fäden den Kreuzknoten (einmal von links einmal von rechts) im Abstand von ca. 2,5cm vom Glasrand entfernt (Foto unten).
Für die nächste Reihe nimmst du 2 Fäden vom drüber liegenden linken Knoten und zwei Fäden vom drüber liegenden rechten Knoten und knotest wieder mit etwa 2,5cm Abstand nach oben einen Kreuzknoten reihum, sodass ein möglichst gleichmäßiges Netz entsteht.
So weiter knoten bis du unten angekommen bist und das Netz sich komplett um das Glas herumlegt.

3. Garnenden festkleben und kürzen – zum Schluss ziehst du alles nach unten, dass das Netz gut am Glas sitzt und fixierst diese am Glasboden mit Heißkleber. Dann schneidest du den Garn ab (Foto unten).
Damit auch der Anfang der Knoten zu Rest passt, kannst du immer zwei Knoten oben am Trägergarn zusammenschieben.

FERTIG!


Magramee Windlicht II

Du brauchst:
  • ein leeres Glas (z.B. Joghurtglas)
  • Garn oder Wolle aus Baumwolle, 2mm Durchmesser
  • eine Schere
  • ein Maßband
  • ein Glätteisen und einen Kamm (optional)

1. Garn schneiden – Du benötigst ein Trägergarn, das den Umfang deines Glases + etwa 20cm hat. Außerdem 32 Stücke jeweils 1m lang, doppelt genommen also 0,50m.
2. Knüpfen vorbereiten – Du beginnst damit, ein Hauptgarn/Trägergarn (doppelt genommen) irgendwo zu spannen, sodass du gut arbeiten kannst. Ich habe das Garn an einer Stuhllehne befestigt (Foto unten). Dann befestigst du die 32 Stränge mit einem Ankerstich am Trägergarn.

3. Garne am Glas befestigen – Jetzt befestigst du das Trägergarn oben am Glasrand und knotest es mit einem Knoten fest.
4. Knüpfen
Reihe 1 & 2: Du machst du einen Kreuzknoten (einmal von links einmal von rechts) komplett eine Reihe durch, dann versetzt eine zweite Reihe Kreuzknoten (Foto unten). Um dabei ein schönes Lochmuster zu erhalten immer die beiden mittleren Stränge bei jedem Kreuzknoten nochmal fest ziehen.

Dreiecke knüpfen – Für Reihe 3ff teilst du deine Stränge in jeweils 8 Paare auf (Foto unten) und legst alle (3x 8 Paare) bis auf 1x 8 Paare zur Seite. Damit knüpfst du zuerst 4x den Kreuzknoten, dann legst du rechts und links 2 Stränge zur Seite und knüpfst 3x den Kreuzknoten, dann legst du wieder 2 Stränge rechts und links zur Seite… und so weiter, bis du unten an der Spitze des Dreiecks angekommen bist und den letzten Kreuzknoten gemacht hast. So gehst du mit allen 8 Paaren vor, dann hast du vier Dreiecke (Foto unten rechts).

Dreiecke einrahmen – Mit dem Rippenknoten rahmst du jetzt die Dreiecke doppelt ein. Dazu nimmst du dir vom ersten Dreieck wieder die 8 Paare. Du beginnst an der linken Seite mit dem Faden der ganz links liegt (Foto unten) und knüpfst so vier Paare bis zur unteren Mitte durch. Dann von rechts das Gleiche (Foto unten rechts). Zum Schließen an der Dreieckspitze nimmst du den letzten Faden von der linken Seite und machst nochmal einen Rippenknoten. Das Gleiche wiederholst du noch ein weiteres Mal (Fotos unten).

Dreiecke ‚verbinden‘ – Zwischen den Dreiecken ist jetzt ein Loch entstanden. Dieses schließt du mit einem Kreuzknoten (Foto unten). Die Dreiecke kannst du auch unten nochmal mit einem Kreuzknoten ‚abschließen‘ (Foto unten rechts).

Fäden kürzen und bearbeiten – Jetzt bist du mit dem Knüpfen fertig und kannst die Fäden unten gleichmäßig abscheiden. Ich habe sie alle noch auf gedröselt, gekämmt und mit dem Glätteisen geglättet. Das muss man aber nicht unbedingt. Ich finde das macht das Ganze noch etwas filigraner. Nach dem Glätten nocheinmal unten gerade schneiden.

FERTIG!