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26. September 2020

The more I seek you – The more I find you
The more I find you – The more I love you

Es gibt Zeiten im Leben, da reduziert sich plötzlich alles auf das Wichtigste.
In den letzten Tagen wurde bei einem Neugeborenen in unserem engsten Umfeld eine Krankheit festgestellt, die das ganze zukünftige Leben mitschwingen wird. In einer anderen Familie hat eine Woche vor der Hochzeit und mitten im Prozess ein Haus zu kaufen die Wohnung obendrüber gebrannt und jetzt stehen die eigenen 4 Wände unter Wasser.

Solche Herausforderungen hautnah mitzuerleben macht mich nachdenklich. Und auch ich kenne solche Situationen aus dem eigenen Leben. Plötzlich erscheinen meine Gedanken so klein, meine kreativen Ideen so unwichtig, mein Handeln so wenig ausschlaggebend.
Alles im Leben reduziert sich dann auf das Wichtigte. Und das ist in meinem Leben Jesus.
Je näher ich an ihm dran bin, desto mehr kenne ich ihn und weiß, dass ich in seiner Gegenwart Frieden, Ruhe, Geborgenheit und Antworten finde. Und selbst wenn die Antwort bedeutet, alles abzugeben und ihm zu vertrauen.
Und je mehr ich Jesus kenne, desto mehr liebe ich ihn. Lieben heißt ich will Zeit mit ihm verbringen, den Tag mit ihm starten, mich von ihm füllen lassen, seine Gegenwart genießen, mich in seiner Liebe, Allmacht und Weisheit sicher fühlen und in seiner Kraft immer wieder neu durchstarten. Meine Erfahrung ist es, dass der Tag (und erst recht in schwierigen Zeiten) dann sehr viel leichter zu managen ist.

Von meinen Kindern kenne ich das sehr gut – wenn irgendwas unbekannt oder sogar bedrohlich erscheint geht der erste Blick zu Mama oder Papa. Wenn die noch entspannt sind ist alles schonmal gleich viel besser. Oder aber sie rennen gleich zu mir und klammern sich an mich. Alle Eltern kennen das sicher sehr gut. Ein schlechter Traum, ein Streit im Kindergarten, eine kleine Verletzung,… bedeuten IMMER ‚Ich will zu dir!‘
Ist ja auch klar – mich kennen sie super gut, ich bin ihnen vertraut und aus Erfahrung wissen sie, dass bei mir getröstet wird, dass sie sicher sind, dass ich ihnen weiter helfe.
So ist das auch in schwierigen Zeiten. Ich merke dass ich alleine nicht weiter komme und suche Hilfe bei Gott. Wie gut ist es dann wenn ich ihn schon gut kenne, mich auf gute Erfahrungen berufen kann und schon Vertrauen aufgebaut habe.

Es lohnt sich diese Zeit alleine einzuplanen! Und ja, das bedeutet auch ein bischen Arbeit und Disziplin. Ich muss diese Zeit verteidigen vor allen anderen Dingen. Leider sind die anderen Dinge, mein Handy, die Erwartungen an mich, die Termine, die vielen Ideen in meinem Kopf, … oft lauter als Jesus.
Aber wenn ich hinhöre, dann erinnert mich Jesus immer wieder dran, dass ich bei ihm das finde was ich suche und was ich gerade brauche:

  • Durch meinem Handy bekomme ich auf die unterschiedlichste Art immer wieder gute Impulse, so hat mich neulich diese gute Zusammenfassung von Johannes Hartl erinnert, wie wichtig es ist, Zeit mit Gott zu verbingen.
  • Jana Higholder hat mich neulich in einer Predigt ganz neu herausgefordert mehr Zeit in der Stille mit Gott zu verbringen. Sie hat dem Wort Selah (aus der Bibel) eine für mich ganz neue Bedeutungen gegeben.
  • In den letzten Tagen ging mir immer wieder ein Lied von Kari Jobe durch den Kopf, indem sie diese Zeit mit Jesus beschreibt. Der Text klingt etwas kitschig, doch ich finde die Bilder beschreiben meine ganz persönlichen, tiefen Zeiten mit Jesus sehr gut.

The more I seek you
The more I find you
The more I find you, the more I love you

I wanna sit at your feet
Drink from the cup in your hand
Lay back against you and breath, feel your heart beat
This love is so deep, it’s more than I can stand
I melt in your peace, it’s overwhelming

Hör auf Gottes leise Stimme und räum ihm die erste Priorität ein! Es lohnt sich!